Qigong in der öffentlichen Wahrnehmung

Ich begrüße dich auf der Homepage meines Präventionsangebots Qigong.  Qigong sind 

      ÜBUNGEN ZUR PFLEGE DER GESUNDHEIT bzw. sogar DES LEBENS. 

Das ist eine sehr gezielte und umfangreiche Aussage. Gesundheit hängt, wie man weiß, von äußerst vielen Faktoren ab. Diese sind im Qigong in einer Methode zusammengefasst. Wie das wohl funktionieren soll, kann man ohne ein weit gefächertes Hintergrundwissen überhaupt nicht nachvollziehen. Weil Qigong sich aber in der Anwendung als nützlich erweist, wird Qigong öffentlich in der Kategorie "Entspannungsübung, Stressbewältigung" untergebracht. Und das ist ganz nahe der Placebo Schublade. Das tut mir sehr leid.

Wir Europäer - naiv oder borniert?  

Wenn es nur das wäre, worauf sich die Wirkung von Qigong begründet, hätten 20 oder 70 anstatt 5000 Jahre Entwicklungsarbeit genügt. Auch Maos Revolution hätte sich für die Vernichtung dieses kulturellen Zweiges nicht so brutal gebärden brauchen, wäre er so einfach gestrickt. Ich möchte dir hier also die im Qigong enthaltenen Konzepte näher bringen und glaubhaft machen. Und die Glaubhaftigkeit wird gestützt, wenn man auf Ähnlichkeiten zu alten abendländischen Wissensbeständen und modernsten Ergebnissen der Gesundheitsforschung schaut.

Mit dem Qigong betreten wir die Ebene der Energetik. Die Ebene, auf der Geist und Materie in ihrer Wechselbeziehung Gegenstand der Übung sind. Diese Ebene findet hier in Europa nur vage Anerkennung. Sie lässt sich nicht so leicht in unsere Wissenschaftsparadigmen einordnen.

Zunächst aber wirst du hier lesen können, wie sich mein persönlicher Begriff von Gesundheitspflege aus meiner Biographie als Krankenpfleger heraus entwickelt hat.

Von der Kranken- zur Gesundheitspflege...
   ...eine menschlich-politische Ausrichung 

Im Februar '56 in Hannover geboren, lernte und arbeitete ich 10 Jahre als Krankenpfleger an der Medizinischen Hochschule Hannover, studierte dann Sport (und Germanistik und Religionskunde für das Lehramt) an der Universität Hannover als Grundlage für meine spätere Arbeit in der Gesundheitsvorsorge.

Vom 22. bis 35. Lebensjahr trainierte ich Tam Dao Kung Fu bei Großmeister Ngo van Dan in Hannover. Die Tür zur asiatischen Energiearbeit war damit geöffnet. 1994 erwarb ich das Übungsleiterzertifikat für Qigong der Universität Oldenburg und unterrichte seitdem Qigong.

Durch meine Arbeit an der Medizinischen Hochschule Hannover,  der "Speerspitze unserer modernen Gesundheitsindustrie", war ich direkt eingebunden in jene Vorgänge, die heute der Schulmedizin ihre landläufige Kritik einbringen. Auch meine 10-jährige Tätigkeit bei einem Pflegedienst bestätigte, dass unser Gesundheitssystem ökonomischen Gesetzmäßigkeiten gehorcht, inklusive Wachstum. Unsere Medizin ist hier in Deutschland hinter der Autoindustrie der zweitgrößte Markt...

...und der "Verbraucher" freut sich, denn wer die Zeche bezahlt, das ist ja die  Krankenkasse. Aber au weia! Die Krankenkasse finanziert sich ja durch meine Beiträge. Und zwar zieht sie monatlich genau so viel ein wie eine kleine drei Zimmer Wohnung an Miete kostet. Und dazu kommt noch, dass dieses Gesundheitssystem dem tatsächlichen Bedarf an Gesundheit nicht einmal gerecht wird. Krankenkassen verwenden etwa ein Drittel der Beiträge für Heilung, der Rest...

Alles in allem ein ziemliches Dilemma, das sich hier aufgetan hat. Eine Situation die, hochgerechnet in die Zukunft, für das persönliche sowie auch das allgemeine Wohl nicht das Beste erwarten lässt.    

Krankheit behindert (von gewissen Krankheitsgewinnen mal abgesehen) den persönlichen Wertschöpfungsprozess. Krankheit ist so lebensfeindlich wie ein Krieg und unbedingt zu vermeiden. 

Als "Krankheitsfachkraft" interessierte mich auch die Entstehung von Krankheit, ob man sich ergeben in sein genetisches Schicksal zu fügen hätte oder gäbe es Mittel, selbst Verantwortung in die Hand zu nehmen. Kalibriert durch die richtungsweisende Lektüre R. Dahlkes und T. Dethlefsens der 70er Jahr hatte ich als Pfleger auf zwei Krankenstationen eine interessante Beobachtung gemacht:
- Auf der bauchchirurgischen Station war der Kühlschrank immer voll, auf dem Stationstisch immer eine Riesenschachtel Pralinen der feinsten Qualität, alles Zuwendungen der Patienten und deren Verwandschafts- und Freundeskreis.         -Auf der gefäßchirurgischen Station, herrschte in Kühlschrank und auf dem Tisch gähnende Leere. Dafür war die Stationskasse immer prall gefüllt. Hier gingen die Patienten gern mal um die Ecke eine schmöken oder um einen Kurzen zu sich zu nehmen und benutzten Geld als Zuwendung. Und alle diese Patienten (außer den starken Rauchern) waren doch der Meinung recht gesundheitsorientiert gelebt zu haben. Zufall? Für mich nicht. 

Krankheit korrespondiert mit bestimmten Arten der Lebensführung, so von mir erlebt. Hier der Esser und Überlaster des Verdauungstraktes, dort die Nervengiftstimulierer. Überlastungen führen zu spezifischen Somatisierungen. Die Krankheit ist daraus folgend die Materialisierung eines Werte gebenden Lebensstils. Dieser Stil ist ein unhinterfragtes Lebensgefühl weil er in frühester Kindheit von den Eltern als selbstverständlich übernommen wurde. Der Lebensstil ist aber nicht unabänderbar. Diese Stelle ist offen, hier haben wir Entscheidungsfreiheit und eben Zugriff auf unsere Gesundheit.

...und der Chinese spricht: Der Kluge Mensch beugt vor und pflegt seine Gesundheit anstatt erst dann tätig zu werden, wenn die Krankheit schon da ist.