Liebe Leserin und lieber Leser

Ich begrüße dich auf der Homepage meines Präventionsangebots:          

   "QIGONG, ÜBUNGEN ZUR PFLEGE DES LEBENS".

Pflege des Lebens, so heißt es im Untertitel. Hier im Westen bedient Qigong  einen Zweig im reichhaltigen Angebot unserer Präventionslandschaft. Als ich meine Kurse zur Zertifizierung bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) vorlegte, war Qigong in der Kathegorie Entspannung und Stressbewältigung unterzubringen und auch bei den Krankenkassen taucht Qigong immer wieder nur als Entspannungs- und Stressbewältigungsübung auf. Daher wundert es auch nicht, wenn KursteilnehmerInnen mit völlig falschen Erwartungen zu meinen Kursangeboten erscheinen. Qigong, wie ich es verstehe und interpretiere ist nicht symptomatisch ausgerichtet. Es erfasst das Ganze. Qigong kann mehr als Entspannung und Stressbewältigung, wenn man es entsprechend versteht und anwendet. Deshalb möchte ich auf dieser Seite Qigong einen wertschätzenderen Ruf verleihen. Ich stelle mich damit hinter die Bemühungen von Professor Zhang Guande aus Peking gegen Pantasieqigong, wie er es nennt.

Qigong basiert auf einer die Kultur Asiens seit 5000 Jahren begleitenden Denktradition. In dieser Zeit ist viel Wissen um die Herkunft und Vermeidung von Krankheit angesammelt und gezielt zu dieser Methode der Krankheitsvorbeugung zusammengefasst worden. Wenn Qigong den Erwartungen nicht entsprochen hätte, wäre es sehr wahrscheinlich über diese lange Zeit in Vergessenheit geraten. Ist es aber nicht: Keine Mode, kein Trend, kein Mainstream! Kernstück von Qigong ist die Verbundenheit von Geist und Körper.

Der Körper ist uns aus Sport und Schulmedizin als objektives Ding geläufig. In der Frage nach der Herkunft von Krankheit kommen wir jedoch nicht drumherum, den Aspekt Geist sehr genau zu betrachten. Andererseits würde Krankheit ausnahmslos Zufall oder unausweichlich genetisch vorbestimmt sein. Dass dieses nicht so ist, weiß man heute. Allerdings mit Spaß und positivem Denken ist erfolgreiches Handeln in der Prävention nicht getan. 


Im Folgenden werde ich aufzeigen, auf welche Art und Weise Qigong die Geist-Körper Beziehung nutzt um psychische Qualitäten zu generieren und darüber unsere werte Gesundheit entwickelt, erhält oder zurückzugewinnen hilft.

Lies die einzelnen Kapitel gemäß deinen Interessen.

Von der Kranken- zur Gesundheitspflege

Nach der Schule arbeitete ich zehn Jahre als Krankenpfleger an der Medizinischen Hochschule Hannover,  der "Speerspitze unserer modernen Gesundheitsindustrie". Hier entwickelte sich die Idee von einer profunden Krankheitsvorbeugung, denn fast alle Patienten dort waren der Meinung, eigentlich ausreichend gesund gelebt zu haben. Nach meinem Sportstudium folgten dann weitere zehn Jahre Arbeit bei einem Pflegedienst. Krankheit ist Leid nicht nur für die Erkrankten und ist zu vermeiden wie ein Krieg. Eine aufgeklärte Kulturgesellschaft wie die unsere sollte sich hier wirklich mehr leisten...

...denn der alte Chinese spricht: "Der kluge Mensch beugt vor und pflegt seine Gesundheit anstatt erst dann tätig zu werden, wenn die Krankheit schon da ist."

Als Krankenpfleger weiß ich, wogegen ich in der Pävention antrete. Daraus versteht sich, dass eine Vorbeugung nicht nur aus einem Hobby, z.B. Sport abgeleitet sein kann. Durch die sorgfältige Interpretation der Qigong Übungen, und zwar über die "Entspannungsübung" hinaus gehend, halte ich es für möglich, unserer Gesellschaft die Präventionsmethode zur Seite zu stellen, welche die Hälfte der Krankheiten und Einschränkungen von Lebensqualität im Alter zu entschärfen im Stande ist. Damit Hand in Hand befruchtet das Üben von Qigong unsere gesamten Umgangsformen. Qigongübungen sind nicht umsonst Übungen zur Pflege des Lebens.

Um einen geeigneten Einblick in die Möglichkeiten, Gesundheit zu generieren zu erwerben, studierte ich Sport (Religionswissenschaft und Deutsch für das Lehramt) an der Uni Hannover. 1992 erwarb ich an der Uni Oldenburg das Qigong-Übungsleiter-Zertifikat... und unterrichte seit dem.