Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit                   

In der Definition der WHO für Gesundheit wird einerseits ein gesunder Körper genannt aber auch ausdrücklich seelisches Wohlbefinden und soziale Eingebundenheit. Es geht bei Gesundheit also nicht nur um Fitness sondern um die Fähigkeit Individualität zu entwickeln und diese angemessen nach außen zu vertreten. Wie kannst du mit Übungen diesem weiten Spektrum im Rahmen eines normalen Alltags gerecht werden?

Der Sport 

Sport und Bewegung sind für die Gesundheitsförderung die üblichen Mittel. Training leistet den Abbau des Stresshormons Cortisol und sorgt für die Ausschüttung von Serotoninen. Das tut gut und baut die körperlichen Spannungen ab und damit gleichzeitig seelische oder auch psychische aber Psyche heißt ja Seele. Sport belastet Muskeln, Gelenke, Stoffwechselsysteme und bringt Anpassung. Welche Sportart ist wohl die gesündeste? Das entscheidet aber meistens persönlicher Geschmack, die Wunschfigur, die Verfügbarkeit, das Prestige, nicht die gesundheitsfördernden Potentiale. Sportliche Übung entwickelte sich vor etwa 150 Jahren aus militärischem Training. Gesundheit ist hier realistisch nur ein Nebenprodukt. Sport entfernt sich kein Stück aus den krankmachenden Rahmenbedingungen unserer Leistungsgesellschaft. Das ist im Selbstverständnis von Sport so angelegt, auch wenn der Leistungsanspruch heruntergefahren ist. Gesundheit als gezieltes Angehen steht beim Sport nicht wirklich im Fokus. Im Weltbild von Sport ist die Erde noch immer eine Scheibe. Reicht ja auch für begrenzte Zwecke.     

Der Geist

Als wesentlich richtungsweisender in Gesundheitsfragen empfand ich meine Beschäftigung mit Sprachwissenschaft. Diese Wissenschaft schenkt dem Phänomen Bewusstsein Aufmerksamkeit. Die Sprache der Werbung macht das erforderlich. Hier werden die Markierungen gesetzt für alles, was wir als sinnvoll erachten und was nicht. Aus dem Geistigen schöpfen wir unseren gesamten Lebensstil mit all seinen gesundheitlich konstruktiven und destruktiven Verhaltensweisen. Geist ist dabei nicht nur unser vordergründiges Denken. Geist sind unsere inneren Haltungen und sie wirken permanent auf uns ein. 

Der Begriff Geist muss an dieser Stelle einmal unmissverständlicher gefasst werden denn er lässt sich in die unterschiedlichsten Richtungen interpretieren. Das ist erforderlich, denn es handelt sich wirklich um unterschiedliche Entitäten mit unterschiedlichen Funktionen:
- Das Denken,
- die Emotionalität,
- das Identitätsgefühl,
- die Aufmerksamkeit,
- der freie Wille,
- das Bewusstsein und
- unbewusstes.
- Und Geist, der deine Körperfunktionen aufrecht erhält, während du hier grade liest.
- Geist, der uns Menschen alle durch die Zeit zieht. Die Evolution. 

Diese Geistfunktionen tragen "wissenschaftlich" häufig das Etikett "Zufall". Sie gehören für unser Ansinnen der Persönlichkeitspflege zu unterschiedlichen Schichten eines Informationssystems, das unsere Annimation betreibt, Leben zu gestalten. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Einheit von Geist und Körper

Die Einheit von Geist und Körper ist keine asiatische Erfindung:
- Diese Zusammenhänge einmal durch die Brille der Theaterwissenschaften  betracht zeigt, dass jeder Regisseur oder Schauspieler versucht durch Aussehen, Haltung und Gestik einen bestimmten emotionalen Charakter darzustellen, der ihm vom Betrachter geglaubt wird.
- Die Wissenschaft der Pysiognomie schließt vom äußeren Erscheinungsbild auf innere Qualitäten.
- Der Volksmund erinnert in Sprichworten daran (wenn z.B. etwas auf den Magen schlägt).
- Der Zellbiologe Bruce Lipton vermutet für jeden Menschen und für jede seiner Körperzellen ein kosmisches Programm. Unser Bewusstsein erfasst davon nur ein Bruchteil.
- Im Alltagsleben projezieren wir ganz selbstvertändlich das Äußere eines Gegenübers auf sein Inneres.
- Letztendlich tragen auch die Erkenntnisse der Quantenpysik dazu bei, die Wechselwirkung von Geist und Materie zu bestätigen. "Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen."

Diese Verbindung eröffnet die Möglichkeit gezielt vom Körper zum Geist zu wirken. Die Bewegungsmethode muss diese Möglichkeit bieten.