Gesundheit für Körper, Geist und Seele

Salutogenese nennt sich die Erforschung von Gesundheit. Welche Faktoren bestimmen Gesundheit? Salutogenese betont, dass unser Tun und Lassen und wie wir darüber denken und wie es sich anfühlt über den Grad unserer Gesundheit entscheidet. Es ist unser Lebensstil, der unsere Ernährung, unsere sozialen Kontakte, Leidenschaften und Tugenden allgemein beinhaltet. Dieser Lebensstil ist geistiger Natur und der körperliche Status ergibt sich daraus. Sportliches Tun trägt zwar zur Gesundheit bei, Nachhaltigkeit jedoch wird nur bewerkstelligt in dem man am Feintuning arbeitet, an den geistigen Einstellungen. Das betrifft negative Spannungen, die im Tun und Lassen untergebracht sind. Wer z.B. ein Gutmensch seien möchte weil es von seiner Umwelt so erwartet wird und sich dabei ordentlich Mühe gibt tut sich zu viel Zwang an und es gibt ein andauerndes nagen am Selbstwert, wenn man sich nichtmal aufregen darf. Übung für den Geist meint daher nicht nur unser bewusstes geistiges Erleben sondern auch den "Untergrund" zu bereinigen. Von diesen versteckten Motivationen haben wir so viele, die dann immer wieder irgendwann "überraschenderweise" und "zufällig" zu Krankheit führen. Aber nur "überraschenderweise und zufällig" weil man nicht darauf Acht gegeben hat, weil man diesen Tatbestand aus dem Geist ausgeblendet hat.

 Der Geist

Geist ist ein weit gefächerter Begriff. Die Pysik erforscht Geist weil er ungefähr in der Stofflichkeit von Licht anzusiedeln ist. Geist ist uns als unser Denken am presentesten. Geist ist aber auch unser Fühlen und unser Bewusstsein. Außerhalb des "Tellerrandes Bewusstsein" geht es weiter in das Land des Unbewussten. Hier gibt es soetwas wie ein Gewissen oder auch Schamgefühl, die sehr an einem nagen können. Auch hier wirkt Geist. Darüber hinaus: Unser Körper erfährt pro Sekunde tausende von elektromagnetischen Steuerungsimpulsen. Auch diese sind Geist.
In diesen Sphären fassen wir Geist als physikalische Funktion auf, gleichbedeutend mit Information. Dieses unbewusste Steuerungswesen kann in seinen Einzelheiten nicht gedacht werden. Es unterliegt der Steuerungskompetenz der ... wir nennen es Seele oder neudeutsch: Matrix.

In einem noch größeren Rahmen als dem persönlichen muss man annehmen, führt Geist gleichermaßen durch kollektive Verhaltensprozesse und führt die Evolution an. 

Wer also meint, Geist beträfe nur denken und Willensprozesse irrt sich gegenüber dem Qigong gewaltig. Unser denken bestätigt gern unser Selbstbild, ob es mit unserer Seele übereinstimmt oder nicht.

Die Seele

Der hannoversche Universalgelehrte Leibnitz lehrte, der Körper sei das Spiegelbild der Seele. Moderne Molekularbiologen kommen zu dem gleichen Schluss. Außerhalb des Körpers existiert ein Programm für jeden Menschen. Dieses Programm steuert ihn durch sein ganzes Leben. Es sorgt für seine Individualität, seine feinstofflichen geistigen Gegebenheiten, seine Entwicklungsphasen, seine körperliche Erscheinung bis zum Tod. Mit dem Tod ist aber nur der Körper gemeint denn die Seele existiert als Potenzial für Leben weiter.
 

 

Die Einheit von Körper, Geist und Seele 

Materie, also Körper von Geist zu trennen für z.B. medizinische Zwecke ist eine Übereinkunft naturwissenschaftlicher Forschung. Mehr aber auch nicht.

Die Einheit von Geist und Körper kennen Schauspieler und Regisseure sehr gut. Sie nutzen den Körperbau und verständliche, originelle Gesten des Schauspielers, um ihre Botschaften überzeugend rüberzubringen.

Verkaufsstrategen haben das körperliche Verhalten ihres Gegenübers sehr wohl im Auge, wenn sie ihn überzeugen wollen. Einige betonen, dass ihnen die Körpersprache wichtiger ist als das Gesagte, denn hier kann nicht so einfach gelogen werden.

Große Erwartungen hatten Kriminologen beim Einsatz des Lügendetektors. Er kann das Ansteigen von Widerständen im Gewebe messen, wenn gelogen wird. Allerdings misst er auch den Anstieg von Widerstand, wenn die Wahrheit dem Verdächtigen peinlich ist.

Körper ist das Resultat vielfacher feinstofflicher Einflussgrößen. Der Körper verspannt sich, wenn es Unstimmigkeiten gibt, wenn die Kohärenz gestört ist, wenn das Gewissen und Verdrängung dazwischenfunken. Dieses geschieht zunächst unbewußt. Verspannungen dienen dazu Impulse der Lebensenergie zu binden, weil eine Lebensäußerung grade keinen Vorteil verspricht. Jede Körperhaltung, jede Geste folgt eins zu eins dem Lebensgefühl. Das Binden von Lebensenergie führt über die Zeit nicht nur zu einem Verlust an Lebensfreude sondern auch zu einseitigem, polarisiertem Denken, Fühlen und Verhalten. Im Zuge dessen werden innere Organe zuerst fehlgesteuert und dann erkennbar krank. Der körperliche Status ist das Resultat langjährigen fühlens und denkens. Dieser Geist/Körper Zusammenhang bietet die Chance des Zugriffs.
Körperhaltungen sind die Grundlage Energien zu führen. So erlauben Körperhaltung und Gestik Handlungsimpulse aus sich heraus in das Leben einfleißen zu lassen. Das entlastet energetisch gestaute oder verödete Organe und entbindet den Geist von fixiertem denken.

 

Und nun zur Praxis

Genau so haben die chinesischen Meister der Akupunktur und des Qigong den Körper des Menschen als Ausdruck des ganzen Seins betrachtet. Sie erkannten den Körper als Verbindungsstück zu Geist und Gesundheit. Sie studierten seine Haltungen und seine Oberfläche genauestens und erkannten, dass sie über die  Bewegungen Zugriff auf die Klarheit ihres Denkens und die Eindeutigkeit ihrer Emotionen gewinnen konnten.
Durch regelmäßiges Üben von Qigong gelang es vielen Menschen ein hohes Alter zu erreichen und durch gute Gesundheit noch im Leben der jüngeren mitzumischen. Ihr Beitrag zum Leben ist oft zotig, zeugte aber von Lebensweisheit. Das brachte ihnen Ansehen und Respekt ein.