Gesundheit für Körper, Geist und Seele

Salutogenese nennt sich die Erforschung von Gesundheit. Gesundheit ist wie das Ei des Kolumbus. Keiner weiß was drin steckt.
"Herr Docktor, sie sagen ich sei gesund, ich fühl mich aber nicht so" oder andersherum: "Herr Doktor, Sie sagen ich bin krank, aber ich fühle mich nicht krank."
Diese Diskrepanz zwischen gefühlter Gesundheit und körperlich messbaren Rahmenbedingungen erregte als Krankenpfleger meine Aufmerksamkeit. Körperliche Gesundheit versus geistige Gesundheit. Es geht hier nicht um Krankheit sondern um Gesundheit, etwa wie bei einem Thermometer über Null Gesundheit anzeigt und unter Null Krankheit anzeigt. Über Null kann man verbessern, indem man den Körper wie einen Motor hochjubelt. Das ist Sport. Oder man widmet sich den Feinabstimmungen. Salutogenese betont, dass unser Tun und Lassen bestimmend ist über den Grad unserer Gesundheit. Also nicht wie beim Sport, der unsere Kondition, Kraft und unsere Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Handlungsziel trainiert. Feinabstimmung bedeutet Tugenden zu pflegen wie Güte, Gerechtigkeit, Kommunikationsfähigkeit usw. die unser Tun und Lassen bestimmen. Die chinesischen Gesundheitsmeister entwickelten sehr tiefgreifende Methoden um hier anzusetzen. Tiefgreifend heißt, am denken vorbei. Das Selbstbild hinter sich lassend aus dem Körper heraus. Was da herauskommt ist weniger vorausbestimmbar, als es unserem Selbstbild manchmal recht ist. Aber es baut die energetischen Blockaden ab. 

 Der Geist

Geist ist ein weit gefächerter Begriff. Die Pysik erforscht Geist weil er ungefähr in der Stofflichkeit von Licht anzusiedeln ist. Geist ist uns als unser Denken am presentesten. Geist ist aber auch unser Fühlen und unser Bewusstsein. Außerhalb des "Tellerrandes Bewusstsein" geht es weiter in das Land des Unbewussten. Hier gibt es soetwas wie ein Gewissen oder auch Schamgefühl, die sehr an einem nagen können. Auch hier wirkt Geist. Darüber hinaus: Unser Körper erfährt pro Sekunde tausende von elektromagnetischen Steuerungsimpulsen. Auch diese sind Geist.
Wir fassen Geist als physikalische Funktion gleichbedeutend mit Information auf. Dieses unbewusste Steuerungswesen kann in seinen Einzelheiten nicht gedacht werden. Es unterliegt der Steuerungskompetenz der ... wir nennen es Seele oder neudeutsch: Matrix.

In einem noch größeren Rahmen muss man annehmen, führt Geist gleichermaßen durch kollektive Verhaltensprozesse und führt die Evolution an. 

Vielfältig. Geist also einmal als dem Willen unterworfenen, ein andermal unwillkürlich und dann noch weit über das persönliche hinausgehend aber eben doch immer persönliches betreffend.

Die Seele

Der hannoversche Universalgelehrte Leibnitz lehrte, der Körper sei das Spiegelbild der Seele. Moderne Molekularbiologen kommen zu dem gleichen Schluss. Außerhalb des Körpers existiert ein Programm für jeden Menschen. Dieses Programm steuert ihn durch sein ganzes Leben. Es sorgt für seine Individualität, seine feinstofflichen geistigen Gegebenheiten, seine Entwicklungsphasen, seine körperliche Erscheinung bis zum Tod. Mit dem Tod ist aber nur der Körper gemeint denn die Seele existiert als Potenzial für Leben weiter.
 

 

Die Einheit von Körper, Geist und Seele 

Materie, also Körper von Geist zu trennen für z.B. medizinische Zwecke ist eine Übereinkunft naturwissenschaftlicher Forschung. Mehr aber auch nicht.

Die Einheit von Geist und Körper kennen Schauspieler und Regisseure sehr gut. Sie nutzen den Körperbau und verständliche, originelle Gesten des Schauspielers, um ihre Botschaften überzeugend rüberzubringen.

Verkaufsstrategen haben das körperliche Verhalten ihres Gegenübers sehr wohl im Auge, wenn sie ihn überzeugen wollen. Einige betonen, dass ihnen die Körpersprache wichtiger ist als das Gesagte, denn hier kann nicht so einfach gelogen werden.

Große Erwartungen hatten Kriminologen beim Einsatz des Lügendetektors. Er kann das Ansteigen von Widerständen im Gewebe messen, wenn gelogen wird. Allerdings misst er auch den Anstieg von Widerstand, wenn die Wahrheit dem Verdächtigen peinlich ist.

Körper ist das Resultat vielfacher feinstofflicher Einflussgrößen. Der Körper verspannt sich, wenn es Unstimmigkeiten gibt, wenn die Kohärenz gestört ist, wenn das Gewissen und Verdrängung dazwischenfunken. Dieses geschieht zunächst unbewußt. Verspannungen dienen dazu Impulse der Lebensenergie zu binden, weil eine Lebensäußerung grade keinen Vorteil verspricht. Jede Körperhaltung, jede Geste folgt eins zu eins dem Lebensgefühl. Das Binden von Lebensenergie führt über die Zeit nicht nur zu einem Verlust an Lebensfreude sondern auch zu einseitigem, polarisiertem Denken, Fühlen und Verhalten. Im Zuge dessen werden innere Organe zuerst fehlgesteuert und dann erkennbar krank. Der körperliche Status ist das Resultat langjährigen fühlens und denkens. Dieser Geist/Körper Zusammenhang bietet die Chance des Zugriffs.
Körperhaltungen sind die Grundlage Energien zu führen. So erlauben Körperhaltung und Gestik Handlungsimpulse aus sich heraus in das Leben einfleißen zu lassen. Das entlastet energetisch gestaute oder verödete Organe und entbindet den Geist von fixierendem denken.

 

Und nun zur Praxis

Genau so haben die chinesischen Meister der Akupunktur und des Qigong den Körper des Menschen als Ausdruck des ganzen Seins betrachtet. Sie erkannten den Körper als Verbindungsstück zu Geist und Gesundheit. Sie studierten seine Haltungen und seine Oberfläche genauestens und erkannten, dass sie über die  Bewegungen Zugriff auf die Klarheit ihres Denkens und die Eindeutigkeit ihrer Emotionen gewinnen konnten.
Durch regelmäßiges Üben von Qigong gelang es vielen Menschen ein hohes Alter zu erreichen und durch gute Gesundheit noch im Leben der jüngeren mitzumischen. Ihr Beitrag zum Leben ist oft zotig, zeugte aber von Lebensweisheit. Das brachte ihnen Ansehen und Respekt ein.