Überlegungen zum Thema Gesundheit                   

Die Angebote zur Gesundheitspflege sind heute unüberschaubar geworden. Und jedes halbe Jahr kommt ein neuer Hyp auf den Markt.    
Die Weltgesundheitsorganisation definiert einen vielschichtigen Gesundheitsbegriff. Er benennt körperliche, psychologische und soziale Gesichtspunkte.
Die Salutogenese (Gesundheitsforschung) weist auf eine entscheidende Bedeutung "sinnstiftender Anbindungen" hin.                                                                                                              Das Gesundheitsthema spreizt sich ungemein auf in alle Lebensbereiche. Es ist mit einfachen Mitteln nicht zu bedienen.

Der Sport 

Im Rahmen meines Sportstudiums beschäftigte ich mich besonders mit den Themen, die auf Prävention und Rehabilitation ausgerichtet waren. Zu jener Zeit recht traditionell Kung Fu trainierend, beeindruckten mich die asiatischen Ansichten über die "Einheit von Geist und Körper", die Energie und dem damit verbunden Mensch- und Weltbild. Durch die Steigerung von Atem- und Pulsfrequenz gerät der Organismus automatisch in den "Kampf- und Fluch" Modus und der ist STRESS der dann wiederum kompensiert werden muss. Das klappt noch ganz gut bis zur Lebensmitte, fällt dann aber immer schwerer. Die Sportarten sind (meist kaum mehr erkennbar) aus der "Wehrertüchtigung" abgeleitet und bedienen die weit verbreitete Vorstellung des biologischen Mechanismus: "Funktioniert der Körper (in den Leistungsspitzen), ist der Mensch gesund." So weit so gut, aber das reicht nicht.

Der Geist

Als eher richtungsweisend erwies sich mein Studium der Sprachwissenschaft, Neurolinguistik, Neurowissenschaft, der gesundheitsorientierten Psychologie usw. Diese (westlichen) Wissenschaften beschäftigen sich mit den Phänomenen, die das Bewusstsein in unser Leben hineinträgt, was unser Bewusstsein ausblendet und welche Rollen Unterbewusstsein spielt. Hier werden die Markierungen gesetzt für alles, was wir als sinnvoll erachten und was nicht. Diese Wissenschaften weisen nach, dass sich transzendente (von unserem Bewusstsein nicht kontrollierte) Praktiken auf alles, was wir tun und lassen, positiv, konstruktiv und somit als gesundheitsförderlich auswirken. Unser verstandesmäßiges Denken nimmt nur einen sehr sehr kleinen Teil unseres Geistes ein. Das verfertigen von Gedanken wird getragen von unseren Emotionen. Die Emotionen sind getragen von den Organen. Die Organe sind getragen von Energie, die Energie wird getragen von Informationen. 

Die Einheit von Geist und Körper 

Bleiben beide Bereiche getrennt, so entsteht eine den Körper übergehende Spiritualität oder geistloser Materialismus. Der Begriff GEIST ist für unser Thema nicht leicht zu fassen. Geist benennt den individuellen menschlichen Verstand, Gefühle, Instinkte, Ambitionen und über kollektive Verhaltensmuster auch den Bereich, den man eher außerhalb des Individuums und seiner Verantwortlichkeit verorten würde: Intuition, Kreativität, Evolution und "Zufall".   "Ungereimtheiten, Unstimmigkeiten" erhöhen Muskeltonus und Hautwiderstände. Besonders die unbewusste Muskulatur (Kiefer, Rücken, Zwerchfell), erhöht messbar ihren Widerstand. Welche Instanz ist für dieses Phänomen verantwortlich? Möglicherweise gibt es in jedem Menschen einen inneren Anzeiger der beurteilt: Dieses gehört zu mir, jenes nicht. Gesundheit ist also sehr individuell: Gesundheit entstehet durch das Vermögen, ureigene innere Welten zufriedenstellend auf  soziale sowie materielle Umstände zu beziehen. Ohne diese Zusammenhänge zu bearbeiten kommen wir in der Praeventionsarbeit langfristig nicht dort hin, wo wir es geplant hatten.